4 Geschichten zum 1. Mai

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Kennst du die Geschichte des 1. Mai? Wir werfen einen Blick auf die Geschichte und zeigen dir die politische Bedeutung dieses Feiertages der arbeitenden Menschen. Geschichte 2 von 4:

Geschichte zwei

Fast schon verboten!

Im März 1933 hatte die Regierung Dollfuß das Parlament ausgeschaltet, sie regierte nun mittels eines Überbleibsels aus dem 1. Weltkrieg, dem „Kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetz“.

Demonstrationen am 1. Mai waren verboten worden. Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei setzte deshalb auf Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und auf „Spaziergänge“. Im Aufruf zum 1. Mai der Arbeiter-Internationale werden die politische Situation und die Ziele der Sozialdemokratie so beschrieben:

„Der 1. Mai wird die Bereitschaft der Arbeiterklasse aller Länder beweisen, zu kämpfen: − Für die Verteidigung der Demokratie! − Für den Sturz der faschistischen Gewaltherrschaft! (…) Arbeiter aller Länder! Der Sieg des Faschismus in Deutschland hat die militaristischen und nationalistischen Kräfte zur Macht gebracht. (…) Immer ernster wird die Gefahr, daß Europa wieder in zwei Kriegslager zerfällt (…). Der 1. Mai wird die Bereitschaft der Arbeiterklasse aller Länder beweisen, zu kämpfen: − Gegen die Kriegsgefahr! − Gegen Imperialismus und Nationalismus! − Für die Bewahrung des Friedens! (…) Die würgende Weltkrise dauert ungeschwächt fort. Der Weltkapitalismus ist unfähig, sie zu überwinden. In seinem verzweifelten Suchen nach einem Ausweg stürzt er die Arbeiterklasse immer tiefer ins Elend. (…) Der 1. Mai wird die Bereitschaft der Arbeiterklasse aller Länder beweisen, zu kämpfen: − Für ausreichende Hilfe für die Opfer der kapitalistischen Krise! − Für großzügige Arbeitsbeschaffung! − Für die internationale Einführung der Vierzigstundenwoche! − Für den Sturz der kapitalistischen Wirtschaft! (…)“

1.-Mai-Sondernummer der Arbeiter-Zeitung, 29. April 1933, S. 1 http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=aze&datum=19330429&seite=11&zoom=33

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